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Landtag wählt Oldenburger Richter

Richter am Oberlandesgericht Stefan von der Beck

Landtag wählt Oldenburger Richter

Der Niedersächsische Landtag hat Stefan von der Beck in seiner heutigen Sitzung zum stellvertretenden Mitglied des Staatsgerichtshofs gewählt. Für den Vorsitzenden Richter am Oberlandesgericht beginnt damit seine zweite Amtszeit in dieser Position. Er erhielt seine Ernennungsurkunde aus der Hand des Ministerpräsidenten.

Der Staatsgerichtshof ist das Verfassungsgericht des Landes Niedersachsen und oberstes Verfassungsorgan. Er ist mit neun Mitgliedern und neun stellvertretenden Mitgliedern besetzt, die durch den Landtag für eine jeweils siebenjährige Amtszeit gewählt werden.

Stefan von der Beck ist 52 Jahre alt. Nach seinem Studium in Würzburg und München sowie Referendarzeit in Berlin ist er seit 1994 in verschiedenen Funktionen im Bezirk des Oberlandesgerichts Oldenburg tätig. 2006 wurde er ins Niedersächsische Justizministerium abgeordnet und kehrte 2009 als erster Leiter des neu gegründeten Ambulanten Justizsozialdienstes Niedersachsen (AJSD) und Geschäftsführer der Stiftung Opferhilfe nach Oldenburg zurück. Nach fünf Jahren in dieser Tätigkeit wechselte er als Vorsitzender eines Zivilsenats zurück in die Rechtsprechung. Unter anderem ist sein Senat für die Beschwerden gegen Entscheidungen der Familiengerichte in Ostfriesland zuständig. Insbesondere für die Deutsche Stiftung für internationale rechtliche Zusammenarbeit (IRZ) arbeitet der Richter auch im internationalen Bereich, aktuell als Berater bei den Arbeiten an einem neuen Strafvollzugsgesetz in der Republik Armenien. Von der Beck war erstmalig im Jahre 2010 als stellvertretendes Mitglied in den Staatsgerichtshof gewählt worden.

Oldenburg, den 1. Februar 2017

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