klar

Geschichte des Oberlandesgericht Oldenburg


Die Ursprünge des heutigen Oberlandesgerichts Oldenburg reichen bis in das Mittelalter zurück. Die Grafschaft Oldenburg und das spätere Großherzogtum Oldenburg hatte trotz seiner dünnen Besiedlung eine eigene Gerichtsbarkeit mit mehreren Instanzen herausgebildet, die mit der Verwaltung verwoben war. Im 18. Jahrhundert erhielt die höchste Gerichtsbarkeit des Landes die Bezeichnung "Oberappellationsgericht".

Als der Regent nach der in Oldenburg von 1806 bis 1813 dauernden Franzosenzeit 1814 ein neues oberstes Landesgericht schuf, führte es diese Bezeichnung fort. Die Reichsjustizgesetze von 1877 leiteten das Oberappellationsgericht in das Oberlandesgericht Oldenburg über. Es war für das damalige Stammland des Großherzogtums Oldenburg zuständig, das in etwa aus dem Bezirk des heutigen Landgerichts Oldenburg bestand. Die Landgerichtsbezirke Aurich (Ostfriesland) und Osnabrück (Osnabrücker Land und Emsland) gehörten zum Bezirk des preußischen Oberlandesgerichts Celle. Nach dem 1. Weltkrieg (1914/18) blieb das Oberlandesgericht Oldenburg als oberes Gericht des Freistaates Oldenburg bestehen.

Im 2. Weltkrieg (1939/45) kamen 1944 als Kriegsnotmaßnahme die Celler Landgerichtsbezirke Aurich und Osnabrück (ohne Diepholz) zum Oberlandesgerichtsbezirk Oldenburg. Dabei ist es geblieben, als der in der Zeit des Nationalsozialismus aufgelöste Freistaat Oldenburg nach Kriegsende kurzfristig wiedererstand und als Oldenburg 1946 ein Teil des Landes Niedersachsen wurde. Seither bilden die Landgerichtsbezirke Aurich, Oldenburg und Osnabrück den Bezirk des niedersächsischen Oberlandesgerichts Oldenburg.

(Literatur zur Geschichte des Gerichts: 175 Jahre Oberlandesgericht Oldenburg, Festschrift, Köln pp. 1989)

Das Oberlandesgerichts Oldenburg kann seit Oktober 2014 auf eine 200-jährige Geschichte zurückblicken. Im Jubiläumsjahr fanden u. a. verschiedene Vorträge und am 1. Oktober 2014 ein Festakt statt. Weitere Informationen dazu finden Sie unter 200 Jahre Oberlandesgericht Oldenburg
Literatur zur Geschichte des Gerichts „200 Jahre Oberlandesgericht Oldenburg", ist 2014 im Isensee Verlag, ISBN 978-3-7308-1101-6, erschienen.
Eine Kurzfassung der 200-jährigen Geschichte des Oberlandesgerichts Oldenburg finden Sie hier Kurzfassung der 200-jährigen Geschichte des OLG Oldenburg

Bild zum Thema aktuelle themen
zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln